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Radtour am Elbe-Lübeck-Kanal: Etappen zwischen Lübeck und Lauenburg

Die Radtour am Elbe-Lübeck-Kanal führt von Lübeck südwärts nach Lauenburg und verbindet Wasserstraßenlandschaft mit Stationen der Salzhandelsgeschichte. Für die Etappenwahl bietet sich eine Folge von Krummesse über Berkenthin und Mölln bis in Lauenburgs Altstadt an.

Radtour entlang des Elbe-Lübeck-Kanals - Berkenthin (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR) Radtour entlang des Elbe-Lübeck-Kanals - Berkenthin (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR)

Kurzfakten zur Radtour am Elbe-Lübeck-Kanal

  • Der Kanalabschnitt verläuft zwischen Lübeck und Lauenburg; der Radfernweg Alte Salzstraße verbindet darüber hinaus Lüneburg und Lübeck.
  • Die gesamte Alte Salzstraße ist rund 113 Kilometer lang. Die Orte entlang des Kanals ermöglichen kürzere Tagesetappen ebenso wie eine mehrtägige Fahrt.
  • Der historische Stecknitzkanal diente dem Transport von Lüneburger Salz nach Lübeck.
  • Beim Ausbau des heutigen Kanals entstanden sieben Kammerschleusen; sechs historische Anlagen arbeiten noch nach dem Hotopp-Prinzip.
  • Stand 25. Oktober 2026 bestehen Umleitungen bei Basedow–Lanze und südlich von Mölln.

Zwischen Lübeck und Lauenburg unterwegs

Der Elbe-Lübeck-Kanal bildet die südliche Verbindung von Lübeck in das Herzogtum Lauenburg. Im Norden schließt die Wasserstraße an die Trave an, im Süden erreicht sie bei Lauenburg die Elbe. Der Kanalweg ist Teil der längeren Alten Salzstraße zwischen Lübeck und Lüneburg. Die gesamte Radroute misst rund 113 Kilometer; auf dem Abschnitt zwischen Lübeck und Lauenburg liegen mehrere Orte, die sich als eigene Tagesziele oder als Zwischenstopps einer Mehrtagestour anbieten.

Von Lübeck führt die Stationsfolge zunächst nach Krummesse. Die mittelalterliche Kirche bietet einen ersten Halt, bevor der Weg weiter durch die Kanalregion nach Berkenthin führt. Dort erinnern die Kirche und die Gräber der Stecknitzfahrer an die Menschen, die den historischen Wasserweg für den Salztransport nutzten. Beide Orte eignen sich für eine kurze Besichtigung direkt im Verlauf der Fahrt und geben der Strecke einen regionalen Bezug, bevor die Etappe nach Mölln weitergeht.

Mölln bietet sich als längerer Zwischenstopp oder Etappenziel an. Der historische Marktplatz, die Nicolaikirche und das Eulenspiegel-Denkmal liegen in der Altstadt und ergänzen den Blick auf die Kanalgeschichte um ein städtisches Ziel. Wer die Fahrt in mehrere Tage aufteilt, kann den Aufenthalt in Mölln als Mittelpunkt zwischen dem nördlichen Abschnitt ab Lübeck und der Weiterfahrt nach Lauenburg nutzen. Für eine kürzere Tour ist Mölln zugleich ein sinnvoller Wendepunkt, sofern Start und Rückweg zur gewählten Tagesstrecke passen.

Südlich von Mölln führt die Route weiter nach Lauenburg. Die Altstadt und die Palmschleuse bilden dort konkrete Ziele am südlichen Ende des Kanalabschnitts. Damit entsteht eine gut erkennbare Nord-Süd-Folge: mittelalterliche Kirche in Krummesse, Kirche und Stecknitzfahrergräber in Berkenthin, Möllner Altstadt und schließlich Lauenburg mit Altstadt und Schleuse. Die Besichtigungen lassen sich je nach verfügbarer Zeit auf mehrere Etappen verteilen, statt alle Stationen in eine Tagesfahrt zu drängen.

Lübeck bildet mit seiner historischen Altstadt den nördlichen Ausgangspunkt. Für eine Übernachtung vor oder nach der Fahrt stehen Unterkünfte in Lübeck zur Verfügung. Wer die Tour über den Kanal hinaus verlängert, kann den Radurlaub mit weiteren Strecken an der Ostsee verbinden; die Radtouren führen dabei als eigenständige Tourenformen durch die Küstenregion, während die Alte Salzstraße den historischen Korridor zwischen Lübeck und Lüneburg markiert. Küstenstrecken und Kanaletappen lassen sich so als unterschiedliche Abschnitte einer längeren Radreise einordnen.

Schleusen und Salzhandel am Weg

Der heutige Kanal folgt der Geschichte des Stecknitzkanals. Im Mittelalter transportierten Stecknitzfahrer auf flachen Salzprähmen das wertvolle Salz aus Lüneburg nach Lübeck. Es diente unter anderem dazu, Lebensmittel haltbar zu machen, und gehörte zu den wichtigen Handelsgütern der Hansestädte. Entlang der Wasserstraße treffen damit die mittelalterliche Handelsroute und ein späterer, technisch ausgebauter Verkehrsweg aufeinander.

Beim Ausbau des Kanals zwischen 1895 und 1900 entstanden sieben Kammerschleusen. Sechs Anlagen funktionieren weiterhin mit dem von Ludwig Hotopp entwickelten Prinzip aus Druckluft und Vakuum; die Schleuse in Lauenburg wurde 2006 durch einen hydraulischen Neubau ersetzt. Die Schleusen veranschaulichen, wie die Wasserstraße an die unterschiedlichen Wasserstände angepasst wurde. Zusammen mit den Orten der Stecknitzfahrer lässt sich der technische Wandel auf einer Fahrt in mehreren Stationen nachvollziehen.

In Berkenthin erinnern Kirche und Gräber der Stecknitzfahrer an die Menschen, die am Salztransport beteiligt waren. Der historische Zusammenhang reicht über den Ort hinaus: Das Salz gelangte aus Lüneburg über die Stecknitz nach Lübeck, und die Treidelwege verbanden die Orte entlang des Wasserwegs. Heute folgt die Radroute diesem Landschaftsraum. In Mölln und Lauenburg setzen Altstadt, Marktplatz, Kirche und Palmschleuse dazu weitere konkrete Haltepunkte, an denen sich Handels- und Kanalgeschichte mit den jeweiligen Ortsbildern verbinden.

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Aktuelle Umleitungen auf der Alten Salzstraße

Für die Streckenplanung sind zwei aktuelle Baustellenhinweise wichtig (Stand: 25. Oktober 2026). Bei Basedow–Lanze wird die Straßenbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal erneuert. Der Radfernweg ist dort vom 13. Januar 2026 bis voraussichtlich Sommer 2027 in beiden Richtungen über eine ausgeschilderte Umleitung geführt.

Südlich von Mölln ist der Radfernweg auf den Flusskilometern 29,5 bis 31,1 wegen Wegeschäden und Sanierungsarbeiten seit dem 15. Oktober 2026 gesperrt. Eine ausgeschilderte Umleitung verläuft über die Alte Historische Salzstraße. Die aktuellen Tourenhinweise der Möllner Tourismusinformation nennen beide Baustellen.

Häufige Fragen zur Kanal-Radtour

Wie lang ist die Alte Salzstraße?

Der Radfernweg zwischen Lüneburg und Lübeck ist rund 113 Kilometer lang. Der Abschnitt am Elbe-Lübeck-Kanal bildet einen Teil dieser Verbindung. Krummesse, Berkenthin, Mölln und Lauenburg bieten konkrete Zwischenziele für kürzere oder auf mehrere Tage verteilte Etappen.

Welche Umleitungen gelten im Oktober 2026?

Bei Basedow–Lanze führt eine beschilderte Umleitung um den Brückenneubau, voraussichtlich bis Sommer 2027. Südlich von Mölln verläuft die Ausweichstrecke für den gesperrten Abschnitt zwischen den Flusskilometern 29,5 und 31,1 über die Alte Historische Salzstraße.

Was erinnert am Kanal an den Salzhandel?

Der Stecknitzkanal diente im Mittelalter dem Salztransport von Lüneburg nach Lübeck. Die Gräber der Stecknitzfahrer in Berkenthin und die historischen Schleusen stehen für die Menschen und die Technik dieser Wasserstraße.

Elbe-Lübeck-Kanal (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR)

Christiane Joel und Fred Krüger am Elbe-Lübeck-Kanal (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR)

Gut Wotersen am Elbe-Lübeck-Kanal (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR)

Fähre über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Siebeneichen (Foto © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR)

Text und Fotos © TouristService Stecknitz-Region / LOGO Touristik PR